Was ist ein Korkboden

Die Oberfläche des Bodenbelags wird aus dem Naturprodukt Kork hergestellt. Es aus der Rinde der Korkeiche geerntet wird und wächst vornehmlich in Portugal, Spanien und Nordafrika. Erst wenn der Baum 25 Jahre alt ist wird er im Rhythmus von ca. 11 Jahren in Handarbeit geschält. Das Abnehmen der Rinde kann bis zu 200 Jahre erfolgen und schädigt die Korkeiche in keinerlei Weise. Der Kork wird in der Weiterverarbeitung gepresst, wobei dieser Vorgang über die Dichte des Belags entscheidet. Eine Dichte von 450-500 Kg/qm ist optimal für einen Fußboden. Der Vorteil von Kork gegenüber anderen Belägen ist die Stoßunempfindlichkeit, die Fußwärme und die hervorragende Trittschalldämmung.

Die Oberfläche

Für die Optik gibt es eine Vielfalt an Designs in unterschiedlichen Größen und Formen. Sie können sich für Natur belassenen, oder farblich veränderten Kork entscheiden. Es gibt massive Dekore mit einfachen Strukturen oder furnierte Böden. Sie sind teilweise in Handarbeit mit edlen furnierten Dekoren versehen. Damit hat man anspruchsvolle oder ausgefallene Gestaltungsmöglichkeiten. Durch Fasen werden die verschiedenen Formate optisch noch deutlicher dargestellt. Massive Korkböden sind preislich günstiger und können durch schleifen und neu beschichten renoviert werden, bei furnierten Korkböden verliert man die dekorative Schicht weshalb eine kürzere Lebenszeit zu erwarten ist.

Produktarten

1. Die Urform aller Korkbodenbeläge ist der so genannte Klebekork, der auch als Kork-Parkett bezeichnet wird, da er wie ein Parkett mit dem Unterboden vollflächig verklebt wird. Die Korkplatten sind vorwiegend in dem Format 600 x 300 mm und 300 x 300 mm in 4 oder 6 mm erhältlich. Besonders wichtig ist bei der Verlebung ein geeigneter Unterboden der immer mit Nivelliermasse abgespachtelt werden sollte. Erst nach einer entsprechenden Trockenzeit können die Korkplatten die vorwiegend mit Kontaktklebstoff auf die Spachtelmasse verklebt werden. Da die Platten keine 100%ige Passgenauigkeit haben sind leichte Fugen bei dieser Verlegeart zu tolerieren. Auch wenn der Boden schon werkseitig mit Lack beschichtet wurde muss vor Ort eine Endversiegelung erfolgen. Er ist und bleibt das traditionelle Herzstück einer jeden Kork-Manufaktur. Ob Sie einen fest verklebten Kork vom Bodenleger fachgerecht verlegen lassen oder selber Hand anlegen bleibt Ihre Entscheidung. Die Arbeitsschritte sind einfach allerdings ist die Ausführungsdauer für alle Arbeitsschritte von ca. 5 Tagen für 20qm nicht zu unterschätzen. Bei der Materialanschaffung ist der reine Bodenbelag, in einen einfachen Dekor, schon für ca. 10,00€ erhältlich. Mit allen zusätzlichen Materialien wie Spachtelmasse, Kleber, Lack liegt der Preis bei ca. 20,00€

2.Beim Fertigkork Boden ist vom Hersteller werkseitig eine Korkschicht auf eine Trägerplatte aufgebracht und mit Lacken oder Öl/Wachs-Systemen beschichtet. Hierdurch ist eine hohe Passgenauigkeit gegeben. Stöße sind kaum erkennbar. Der Boden hat eine Nut/Feder Verbindung und eignet sich zur schwimmenden Verlegung. Hierdurch spart man sich aufwendige Unterboden vorarbeiten. Allerdings hat auch hier ein Verkleben auf den Unterboden gewisse Vorteile, weshalb auch einige Hersteller diesen Belag hierfür freigeben. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass hierbei keine Schienen zwischen den Räumen montiert werden müssen, erst hierdurch wirkt Ihre Wohnung optisch Großflächig. Weitere Vorteile finden Sie auch bei den Beschreibungen für Fertigparkett. Die Verlegung (ca.20qm = 1Tag) ist wesentlich schneller als ein Klebekork so das die Räume nach kurzer Zeit wieder bewohnbar sind. Erhältlich ist Fertigkork schon circa 20,00 €.

Zubehör

Auch für alle Korkdekore gibt es passendes Zubehör wie Sockelleisten oder Heizrohr- Rosetten.

Fazit:

Da zwischen den Kosten von Klebekork und Fertigkork kein großer Unterschied ist, würden wir den Fertigboden vorziehen. Hierdurch können die Räume schneller bewohnt werden und die Passungen sind besser.