Übersicht

Massivparkett wird im Gegensatz zu Fertigparkett aus einer Schicht Vollholz hergestellt. Hierdurch ist der komplette Stab härter als beim Fertigparkett. Es gibt unterschiedliche Produktgruppen in verschiedenen Abmessungen und Stärken. Eine Übersicht werden Sie auf dieser Seite finden. Fast alle Arten können auf einen geeigneten Unterboden verklebt werden. Dieser muss durch die typischen Quell- und Schwindkräfte des Holzes ausreichend fest sein. Massives Parkett arbeitet doppelt so viel wie ein Fertigparkett. Je nach Art werden unterschiedliche Klebstoffe eingesetzt. Sehr ökologisch ist das Nageln oder Verschrauben von Dielen oder Stabparkett auf eine Balken-Konstruktion.

Die richtige Auswahl der Holzart ist sehr wichtig. Ideal sind Holzarten wie Eiche, die sich in ihrer Form nur sehr wenig und langsam verändert. Im Gegensatz hierzu, muss bei Buche mit Fugenbildung in der Winterzeit gerechnet werden.

Die Raumluftfeuchtigkeit sollte unbedingt beachtet werden. Ca. 50-55% Luftfeuchtigkeit bei 20°C Zimmertemperatur sind ideal.

Die Oberfläche ist meist roh und wird vor Ort durch schleifen, kitten und beschichten fertiggestellt. Hierdurch entstehen mehr Staub und Gerüche wie beim Fertigparkett. Der Auftrag kann mit Versiegelungen oder auch ökologischen Öl/Wachsen erfolgen. Während der Ausführung kann die Fläche ca. 14 Tage nicht benutzt werden.
Das Bearbeiten des Massivparketts ist eine handwerkliche Leistung. Es ist möglich, dass kleine Unregelmäßigkeiten, wie Schleifspuren (die man leider erst nach der Beschichtung sehen kann) oder Lackpickelchen vorkommen, die man aber so in Kauf nehmen muss. Bei unserer Beratung werden wir näher auf diesen Punkt eingehen.

Produktgruppen:

Dielen
gibt es in unzähligen Längen und Breiten, die optisch wie Bretter wirken. Kurzlängen bis ca. 1500 mm können, je nach Holzart, noch verklebt werden. Längere Dielen können nur durch Nageln oder Schrauben auf entsprechende Unterkonstruktionen befestigt werden.

Das Stabparkett, auch Riemen genannt, wird in unterschiedlichen Größen und Stärken hergestellt. Das Normalmaß hat eine Stärke von 22 mm, eine Breite von 70 mm und eine Länge von 500 mm. Die Stäbe können verklebt oder genagelt montiert werden. Hierbei sind Musterverlegungen wie Fischgrät oder Würfel genauso wie Schiffsböden möglich.

Dielen und Stabparkett haben eine riesige Nutzschicht und können mehrmalig abgeschliffen werden. Die Lebenszeit kann über 100 Jahre betragen. Die Verlegung von Massivdielen und Stabparkett ist am aufwändigsten, da es mit Nut-Feder oder auch Nut-Nut mit loser Fichteholz-Feder hergestellt wird.

Dünnparkett oder CD-Parkett hat die Abmessungen 250 x 50 x 10 mm. Dieses Parkett muss verklebt verlegt werden, da es keine Nut/Feder-Verbindung hat. Durch die schlechten Abmessungen, zwischen Stärke und Breite, sind in den letzten Jahren bei vielen Parkettlegern Reklamationen entstanden. Um dieses Material schadensfrei verlegen zu können, benötigt man ein großes Fachwissen über Kleber und Holzart. Für Buchenholz als Dünnparkett können wir keine Gewährleistung mehr übernehmen. Mit geeigneten Holzarten und einem guten Unterboden können aber die schönsten Muster verlegt werden.

Auch Mosaik- oder Musterparkett gibt es in vielen Variationen und Holzarten. Das Stäbchen hat meistens die Abmessungen 160 x 23 x 8 mm, wobei diese Holzgröße für die Parkettverlegung sehr geeignet ist. Auf dem Markt sind auch viele Sondergrößen erhältlich. Aufrecht liegend, kennt man das Parkett als Industrieparkett oder auch Hochkantlamelle. Dies wird oft in Bereichen verlegt, die sehr stark beansprucht werden, und ein häufiges Abschleifen erforderlich ist. Auch Mosaikparkett wird auf dem Estrich verklebt.

Das Holzpflaster oder Hirnholzpflaster wird ebenfalls zum Massivparkett gezählt. Dies spielt im Wohnungsbau keine Rolle. Beim Holzpflaster wird das Holz stehend verlegt und zeichnet sich dadurch in seiner Härte aus.

Alle Produkte ohne Nut/Feder haben keine Verbindung zum Nachbarstab, aus diesem Grund können sich Stäbe, die nicht ausreichend mit Kleber benetzt sind, aus dem Verbund lösen. Kein Fachmann kann beim Verkleben dieser Parkettart feststellen, ob jedes einzelne Stäbchen optimal im Klebstoffbett liegt. Manche Stäbe haben an der Unterseite auch Ausbrüche oder Sägespäne und liegen deshalb hohl. Auch kann sich die oberste Estrich-Zone durch zu viel Sand- oder Wasseranteil ablösen. Sollte sich ein Parkettstab ohne Nut/Feder lösen, ist dieses auf der Fläche oftmals sichtbar und führt optisch zu einer Beeinträchtigung. Eine Nachbesserung ist nur selten erfolgreich. Wünschen Sie diese Produkte, so sollte dies toleriert werden, allerdings können die Stellen bei einer Renovierung des Bodens ohne großen Aufwand ausgetauscht werden.

Fazit:
Auch das Massivparkett hat seine Vor- und Nachteile.
Wenn Sie die beschriebenen Probleme, die diese Handarbeit mit sich bringt sowie die Fugenbildung akzeptieren können, so haben Sie den richtigen Parkett gefunden. Auch mit diesem Parkett haben Sie tolle Gestaltungsmöglichkeiten.