Übersicht
Für jede Art von Bodenbelag gibt es unterschiedliche Klebstoffarten. Der Kleber muss auf den Belag und den Untergrund abgestimmt werden. Der Auftrag erfolgt bei Parkett mit einer Zahnspachtel. Bei Bodenbelägen wie z.B. Kork kann der Auftrag auch mit der Rolle erfolgen. Nach der TRGS (Technische Regeln für Gefahrenstoffe) dürfen lösemittelhaltige Produkte nur noch für den Fall angewendet werden, wenn es hierfür keine Ersatzstoffe gibt. Wir Verkleben heute zu 95% lösemittelfrei. Dies führt allerdings auch zu höheren Kosten. Hier eine kleine Übersicht mit Vor.- und Nachteilen der Systeme.
Dispersionsklebstoff
Klebstoff auf Wasserbasis, für Bodenbelagsarbeiten auf gespachtelten Untergründen ideal. Bei Parkett können Hohlstellen und Schüssellungen entstehen. Nach dem Einlegen des Bodenbelags darf dieser bis zur Trocknung nicht begangen werden.
Lösemittelklebstoff
Klebstoff der stark lösemittelhaltig ist und nur noch eingeschränkt erlaubt ist.
Reaktionsklebstoffe
2 K-Kleber muss durch zwei Komponenten angerührt werden (Zusätzliches Werkzeug). Kurze Verarbeitungszeit durch Reaktion. Ideal für feuchtigkeitsempfindliche Produkte. Oder 1 K-Kleber trocknen durch Aufnahme von Feuchtigkeit (Luftfeuchtigkeit), lange Verarbeitungszeit. Die Klebstoffe werden unterschieden als 1. Weich-elastische, haben ihren Vorteil bei Problem Unterböden. Man spricht hier von einer Untergrund schonenden Verlegung da der Kleber die Kräfte von Holz nicht auf den Estrich überträgt. Als Nachteile ergeben sich oftmals Hohlstellen am Parkett. Alle Parkettarten ohne Nut/Feder sollten nicht mit diesem Klebstoff verklebt werden. Da der Kleber elastisch ist könnten sich die Stäbe unter Druck absenken. 2. Hart-elastische benötigen einen festen Unterboden. Verschiedene Hersteller haben bei den Reaktionsklebstoffen Probleme mit Weichmacherwanderungen die an einem Versiegelten Parkett schwarze Fugen hinterlassen können. Flecken bei Fertigparkett sind nur eingeschränkt oder schwierig zu entfernen. Die Klebstoffe sind zwar ohne Lösemittel aber bei manchen Herstellern auch mit Zusätzen die bei der Verarbeitung und der direkten Berührung gesundheitsschädlich sind.
Pulverklebstoffe
Dieser kann nur bei neuen Estrichen eingesetzt werden. Der Kleber muss vor Ort angerührt wobei es auch zu Mischfehlern kommen kann! Hierbei handelt es sich meist um einen sehr harten Klebstoff bei dem ein sehr fester Unterboden notwendig ist.
Fazit:
Zur Nivellierung des Unterbodens (das bedeutet den Höhenunterschiede auszugleichen) ist der Auftrag einer geeigneten Spachtelmasse im Alt- sowie im Neubau ideal. Somit kann, je nach Art des Belags, ein Dispersionsklebstoff eingesetzt werden. Dieses System setzt allerdings eine längere Bearbeitungszeit voraus. Die Bestimmung vom Klebstoff richtet sich immer nach der einzelnen Situation unter Beachtung von Material und Unterboden.
